9b besucht den "Zug der Erinnerung"09.11. - ein Tag zum Gedenken. Während die meisten Menschen an den Freudentaumel der Menschen über den Fall der Mauer im Jahre 1989 denken, begibt sich die 9b in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: den 9.11.1938. In diesem Zusammenhang hat sich die Klasse mit dem Schicksal von bis zu 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen aus ganz Europa beschäftigt, die aus jüdischen Familien, aus Familien der Sinti und Roma oder aus Familien von politischen Gegnern der Nationalsozialisten stammten und allein deshalb im Denken der Nazis „schuldig" waren. So wurden auch in Hannover Kinder aus ihren Familien gerissen, unter menschenunwürdigen Verhältnisse in enge Güter- und Viehwaggons geladen und in den sicheren Tod in Vernichtungslager gefahren.  Der "Zug der Erinnerung" stand einige Tage am Hauptbahnhof Hannover und macht jetzt in Magdeburg Station. Internetseite: http://www.zug-der-erinnerung.eu/
Im „Zug der Erinnerung" konnte die Klasse sich aufgrund der Enge („Warum haben wir bloß unsere Rucksäcke dabei?"), der bedrückenden Atmosphäre (Kälte, Zuggeratter) über das Leben Gleichaltriger oder Jüngere („Wieso braucht ein 7-Jähriger einen Arbeitsausweis?", „Wie kann ein Arzt so grausam und gewissenlos sein, Experimente an einem lebenden Menschen durchzuführen?") einen ersten Eindruck über die dokumentierten Einzelschicksale machen. Nach dem Besuch der Ausstellung, in der auch nachdrücklich auf die Strategie nach „Verdrängen und Vergessen" hingewiesen wird, waren sich die Schüler einig, dass diese emotional geprägte Ausstellung einen nachhaltigen Eindruck in diesen grausamen Abschnitts der deutschen Geschichte gewährt. |