Umweltschule

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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Wir bemühen uns im Unterricht, in Projekten und regelmäßigen und einmaligen Aktionen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu einer Grundlage unseres Schullebens werden zu lassen. Dafür sind wir in den letzten Jahren mehrmals als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet worden.

Ziele für nachhaltige Entwicklung

  • Schulung von Energiemanagern
  • Projektwoche ‚Umwelt‘ im Jahr 2017
  • Käthe macht grün!
  • Konstruktion eines Windkanals in der Energie-AG
  • Konstruktion von Solarbooten in der Forscher-AG
  • Bienen-AG
  • Fairer Kaffee in der Hauptstelle
  • Fairer Handel an der Käthe

An der Käthe-Kollwitz-Schule werden regelmäßig, mindestens aber einmal pro Halbjahr, zwei Schüler/innen jeder Klasse der Jahrgänge 5-7 zu Energiemanagern ausgebildet. In den Schulungsterminen erarbeiten die Schüler/innen Maßnahmen zur nachhaltigen Energienutzung in den Räumlichkeiten der Schule, z.B.:

  • Energiesparendes und effizientes Heizen
  • Energiesparende Beleuchtung
  • Energiesparender Einsatz der elektronischen Tafeln
  • Energiesparendes und gesundheitsförderndes Lüften

Zudem führen die Schüler/innen regelmäßige Temperatur- und Kohlenstoffdioxidmessungen in den Klassen- und Fachräumen durch. Die erarbeiteten Erkenntnisse werden auf Postern festgehalten und von den Energiemanagern in ihren Klassen vorgestellt. Somit fungieren die Energiemanager als Multiplikatoren und erinnern Lehrkräfte und Mitschüler/innen während des Schulalltages an die Einhaltung der verabredeten Maßnahmen.

Über dieses etablierte Konzept konnte unsere Schule in den vergangenen Jahren stetig ihren Energieverbrauch senken, was von der Stadt Hannover jährlich durch ein Preisgeld honoriert wird. Das Preisgeld wird dann wiederum eingesetzt, um Experimente und Materialien anzuschaffen, die zu einer weiteren Sensibilisierung unserer Schüler/innen für Nachhaltigkeitsthemen beitragen.

Vom 17.10.-20.10.2017 fand an der Käthe-Kollwitz-Schule die Projektwoche zum übergeordneten Thema ‚Umwelt‘ statt. An der Projektwoche haben sämtliche Schüler/innen in jahrgangsübergreifenden Einzelprojekten, die zumeist von zwei Lehrkräften vorbereitet und durchgeführt wurden, teilgenommen.

Die nachfolgende Liste gibt einen Überblick über die durchgeführten Einzelprojekte anhand ihrer Kurzbezeichnung:

Müll und Recycling

Papierrecycling & -schöpfen

Müll und Müllvermeidung

Vom Müll zum Instrument

Upcycling mit Kleidung

Upcycling – aus alt mach neu!

Leben mit den Waldarbeitern

Pflanzen und Klima

Nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Lifestyle

Umweltgeschichte(n)

Radio-Feature

Klimawandel

Upcycling mit Kleidung

Bienen

Alternative Energien

Mikroplastik im Meer

Wasser- und Bodenanalysen

Lebensraum Meer

Entdecken der „Grüne Lunge“

Park- und Grünanlagen

Waldprojekt

Biobauernhof und Waldstation

Ressource Sand

USA und Umwelt

Umwelt in Plakatgestaltung

Umwelt im Schattentheater

Nachhaltige Ernährung

Physikalische Umwelt & iPads

Fahrrad als Verkehrsmittel

Intelligente Häuser

Auto und Großstadt

Automobil/Technologie mit Zukunft?

Fahrrad als Verkehrsmittel

Bedrohte Tierarten

Fairer Handel von Kaffee

Sport und Umwelt

Trump und die Eisbären

Umwelt und Film

Bedrohte Tierarten

In den einzelnen Projekten wurden mit Blick auf das jeweilige Thema unterschiedlichste Zugänge gewählt. So wurden in einzelnen Projekten Exkursionen durchgeführt, um zuvor erworbenes Wissen auch handlungspraktisch auszuschärfen (z.B. Müll und Recycling: Exkursion zum Schulbiologiezentrum; Leben mit den Waldarbeitern: Exkursion zum Waldpädagogische Zentrum). In vielen der aufgeführten Projekte standen vertiefende experimentelle Zugänge im Fokus (z.B. Upcycling; Mikroplastik im Meer). In anderen Projekten wurde erworbenes Wissen künstlerisch-kreativ umgesetzt (z.B. Vom Müll zum Instrument).

Für den letzten Projekttag haben die Schüler/innen verschiedene Formen der Präsentation vorbereitet. Im Rahmen eines offenen Stationenlaufs haben sämtliche Schüler/innen und Lehrkräfte dann ausgiebig die Möglichkeit genutzt, sich gegenseitig über das in den Einzelprojekten Erreichte auszutauschen.

Die Projektwoche hat auf verschiedenen Ebenen eine nachhaltige Wirkung auf das Schulleben in der Käthe-Kollwitz-Schule entfacht (s.u.) und umweltb- und nachhaltigkeitsbezogene Fragestellungen wieder verstärkt in den Fokus gerückt.

Am Freitag den 9. November haben die 30 Schüler der 5a fleißig eine Streuobstwiese in Badenstedt ins Leben gerufen. Als kleine Vorbereitung wurde der Klasse zuvor mit einem kurzen Briefing mitsamt Experiment die Problematik des Klimawandels und der Rodung der Wälder näher gebracht. Organisiert wurde dieses Projekt von Schülern aus dem 12. Jahrgang im Rahmen der Seminarfächer. Unterstützend trugen auch die Klassenlehrer zum großen Erfolg des Bäumepflanzens bei. Zudem finanzierte die Stadt Hannover im Zusammenhang mit der Umweltaktion ,,Städte wagen Wildnis“, welche bereits in Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau stattgefunden hat, die verschiedenen Obstbäume und Sträucher.

Der Vormittag hat den Schülern viel Freude bereitet. In Teams haben sie motiviert gearbeitet und ihren Bäumen anschließend noch Namen gegeben. Besonders schön ist außerdem, dass nicht nur die Umwelt langfristig von den Bäumen profitiert, sondern auch jeder, der sich beim Vorbeikommen am Obst bedienen möchte!

Die ausschlaggebende Idee für das Projekt war übrigens die Seminarfahrt des Französisch-Leistungskurses nach Lyon im Mai 2018. Da die Schüler mit dem Flugzeug geflogen sind, wollten sie die entstandenen Emissionen wieder ausgleichen.

Magali, Cassandra, Jasper, Niclas, Finja, Marie (12. Jahrgang)

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Im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Energie-AG wurde von den teilnehmenden Schüler/innen des 10. Jahrgangs ein Windkanal geplant und gebaut. Dieser Windkanal verfügt über einen Raucheinlass sowie ein Sichtfenster. Bisher wurden Windenergieanlagen-Modelle und verschiedene Flügelprofile systematisch in Hinblick auf strömungsmechanische Eigenschaften untersucht werden. Im Rahmen des Projektes fand auch eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Potenzial der Windenergie als regenerativer Energieträger statt.

Der Windkanal wird nun verwendet, um Solarboot- und Drohnen-Modelle, die mithilfe des schuleigenen 3-D-Druckers erstellt wurden, bezüglich ihrer Strömungseigenschaften zu testen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Optimierung der Modelle ein.

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Seit November 2018 arbeiten 17 Fünft- und Sechstklässler im Rahmen der Forscher-AG allwöchentlich für 2 Stunden an der Konstruktion von Solarbooten. Sie modellieren diese mithilfe eines CAD-Programms am PC vor dem Hintergrund strömungsmechanischer Überlegungen. Die optimierten Modelle werden aktuell über den schuleigenen 3-D-Drucker mit umweltfreundlichem Filament gedruckt. Über eine Solarzelle wird der Motor, der das Schaufelrad antreibt, mit elektrischer Energie versorgt. Neben der im Fokus stehenden Auseinandersetzung mit dem CAD-Programm und der 3-D-Druck-Technologie haben die Schüler/innen die Funktionsweise von Solarzellen und ihr Potenzial für die Energieversorgung altersgerecht in Grundzügen kennengelernt.

Seit November 2018 arbeiten 17 Fünft- und Sechstklässler im Rahmen der Forscher-AG allwöchentlich für 2 Stunden an der Konstruktion von Solarbooten. Sie modellieren diese mithilfe eines CAD-Programms am PC vor dem Hintergrund strömungsmechanischer Überlegungen. Die optimierten Modelle werden aktuell über den schuleigenen 3-D-Drucker mit umweltfreundlichem Filament gedruckt. Über eine Solarzelle wird der Motor, der das Schaufelrad antreibt, mit elektrischer Energie versorgt. Neben der im Fokus stehenden Auseinandersetzung mit dem CAD-Programm und der 3-D-Druck-Technologie haben die Schüler/innen die Funktionsweise von Solarzellen und ihr Potenzial für die Energieversorgung altersgerecht in Grundzügen kennengelernt.

Bienen an der Käthe

In der Bienen-AG lernen die Schüler das Leben der Honigbiene umfassend kennen.

Seit 2017 betreuen die Schüler im Frühjahr regelmäßig einen Bienenschwarm an der Schule, wobei sie alle wichtigen Abläufe einer Jungvolkphase sehr unmittelbar erleben können.

Eindrücklich ist für die Schüler das Erlebnis, wenn sie dem Bienenschwarm zusehen können, wie dieser in das neue Zuhause, der Beute, einlaufen.

Während die Bienen ihre Beute in den folgenden Wochen nach und nach in Besitz nehmen, mit Waben ausbauen und die erste Brut pflegen, werden sie von den Schülern betreut: Die Schüler lernen dabei den direkten Umgang mit den Bienen, indem sie sie pflegen und füttern. Außerdem protokollieren sie wöchentlich wichtige Umweltfaktoren (Wetterlage, Blühpflanzen etc.) im Phänologischen Kalender und lernen diese Daten mit der Entwicklung des Bienenvolkes in Zusammenhang zu bringen.

5. Honigernte 2018Seit 2018 betreuen die Schüler nun auch ein eigenes erwachsenes Volk und haben im letzten Sommer auch schon den ersten Honig geerntet. Die Etiketten für die Honiggläser wurden im Kunstunterricht im Rahmen eines Wettbewerbs von Fünftklässlern gestaltet.

In der Projektwoche 2017 haben wir ein Wildbienenhotel gebaut, das im vergangenen Jahr schon gut von Wildbienen besucht wurde.

Auch eine Blumenwiese mit Bienenfutterpflanzen wurde von den Schülern für die Bienen angelegt, jedoch hat uns die Trockenheit im letzten Sommer dabei große Probleme bereitet!

6. GartenarbeitEin großer Erfolg für uns ist, dass wir in diesem Jahr eine der 100 High-Tech-Bienenstöcke erhalten werden, für den wir uns beim Forschungsprojekt we4bee an der Universität Würzburg erfolgreich beworben haben. Unser Bewerbungsvideo, das wir mit einer Drohne aufgenommen haben, findet ihr hier.

Aus dem neuen Bienenstock werden digital erfasste Messwerte direkt online gestellt. Dadurch haben dann alle Schüler der Schule jederzeit Zugriff auf die erfassten Daten und können damit Zusammenhänge zwischen Umweltfaktoren und der Entwicklung des Bienenvolkes erkennen.

Bei der Arbeit mit den Bienen begreifen die Schüler die komplexen Zusammenhänge zwischen Bienen, Umwelt und Menschen und erkennen von selbst die Notwendigkeit nachhaltig im Sinne unseres Ökosystems zu handeln.

Wohliger Kaffeegeruch umgibt den mobilen Kaffeestand in der Pausenhalle der Hauptstelle. Obwohl ursprünglich geplant war, nur einmal in der Woche die Siebträgermaschine anzuwerfen, ist sie seit längerem fast täglich im Einsatz und als gemütlicher Treffpunkt für OberstufenschülerInnen und auch Lehrkräfte kaum mehr wegzudenken.

Hervorgegangen ist der Stand aus dem Projekt „Fairer Kaffee“, in dem sich intensiv mit Kaffee und Fairness auseinandergesetzt wurde. Die TeilnehmerInnen – fast alle extreme Kaffeeliebhaberinnen und Kaffeeliebhaber – waren nicht bereit, Fairness auf Kosten der Kaffeequalität zu akzeptieren und hinterfragten auch nach Recherchen und Diskussionen das Konzept der Fairness-Siegel. Letztendlich hat sich gezeigt, dass Kaffee von kleinen Röstereien, die von kleinen Plantagen, die sie gut kennen, die Kaffeebohnen direkt beziehen, oft Fairness mit Qualität vereinigt.

Dabei ist das Kaffeeteam experimentierfreudig: Vom von der Zeitschrift Der Spiegel und Greenpeace gehypten Solino-Kaffee (Rösung vor Ort in Äthiopien) über Quijote Kaffee, Kaffee der persönlich besuchten 24 Grad Rösterei am E’damm bis hin zu Kaffee aus dem Orang Utan Projekt und noch mehr war bisher im Angebot. Das Sortiment wurde zudem um Tee und Kakao erweitert.

Der Gewinn wurde in Anschaffungen investiert: Porzellantassen, die Pappbecher unnötig machen und eine Kaffeemühle, die ein geliehenes Modell ersetzt hat. Damit kann der Kaffeestand zum zweiten Mal an angelernte Nachwuchs-Baristas übergeben werden. Wer Lust hat, mitzuarbeiten, kann sich jederzeit am Kaffeestand melden.

Neben unserem fairen Kaffeestand ist bei uns fair trade allgegenwärtig.

Die SV veranstaltet jedes Jahr vor Weihnachten eine faire Weihnachtsmannaktion, die schon lange Tradition hat. Dabei können Weihnachtsmänner aus fair trade Schokolade und eine Grußkarte an Freundinnen und Freunde auf der ganzen Schule verschickt werden! Die Weihnachtsmänner „bescheren“ kurz vor Weihnachten oft um die 700 Weihnachtsmänner.

Seit zwei Jahren können sich die 5. Klassen kurz vor Ostern auf die faire Ostereieraktion freuen. In einem kleinen Workshop unterrichtet die SV jede Klasse, wie aus der Kakaofrucht Schokolade wird und was „fair trade“ bedeutet. Danach werden auf dem Schulhof Ostereier aus fairgehandelter Schokolade gesucht. Die Eier dürfen erst aufgegessen werden, nachdem festgestellt wurde, welche Klasse die meisten Eier gefunden hat!

Auch mit fairen Textilien hat sich eine Projektgruppe beschäftigt und dabei nicht nur viel über die Bedingungen unter denen unsere Kleidung produziert wird herausgefunden, sondern auch in einer Aktion Beutel aus fair trade Baumwolle selber bedruckt und verkauft. Außerdem sind bei uns seitdem sie SV-T-Shirts und die Käthe-Schulklamotten fair trade!