
Gedenken an die Opfer des Holocaust
Seit 1996 ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee auch in Deutschland ein offizieller Gedenktag, den die Schüler*innen der Käthe-Kollwitz-Schule in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen begingen.
Bereits am 16. Januar fand eine Gedenkveranstaltung für die Jahrgänge 8 und 9 statt, die durch Schüler*innen des Seminarfachs „Democracy & Capitalism“ (Jahrgang 13) gestaltet wurde. Die Lernenden aus der Oberstufe erarbeiteten dafür eine Ausstellung zum Thema „Der Holocaust in Polen“, die auf den Ergebnissen der Seminarfahrt nach Warschau basierte. Nach einer einführenden Rede wurden die Schüler*innen aus der Mittelstufe durch diese Ausstellung geführt und erfuhren so z.B. etwas über die unmenschlichen Bedingungen im Warschauer Ghetto, die Vernichtungslager aber auch den Widerstand gegen das deutsche Besatzungsregime.
Direkt am 27. Januar fuhren Schüler*innen der Klasse 10c zum sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Hörsten. Die Lernenden legten dort während einer selbst gestalteten Zeremonie Namensziegel nieder, die sie zuvor im Rahmen einer Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Bergen-Belsen AG angefertigt hatten. Jeder dieser Ziele trägt den Namen und Lebensdaten eines sowjetischen Soldaten, der im Lager Bergen-Belsen unter unmenschlichen, auch das damalige Kriegsrecht verletzten Bedingungen leben musste und dort auch zu Tode kam. Die Namensziegel dienen als eine Art Grabstein und geben den Soldaten, wie Samuel und Simon auch in ihrer Gedenkrede betonten, ihre Individualität und ihrer Würde zurück, die ihnen im Dritten Reich genommen wurde.
Beide Veranstaltungen zeigten, wie wichtig es ist, die während des Dritten Reiches von Deutschen begangenen Verbrechen nicht zu vergessen, denn auch heute gilt vielleicht umso mehr: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ (Primo Levi)




