
Ein Leben in Frankreich
Unsere Schule bietet die Option für 2-3 Monate in Frankreich zu leben. Hier sind einige Erfahrungsberichte aus diesem Jahr!Ich bin Nele und ich war vom 20. August 2025 bis zum 11. Oktober 2025 mit 16 Jahren in Frankreich. Für die ersten drei Tage hatte meine Organisation „WEP“ ein Welcome-Camp in Paris organisiert und wir waren in Montmartre, im Louvre und am letzten Tag auch im Disneyland. Das war wirklich schön und man hat ganz viele neue Leute, auch aus anderen Ländern, kennengelernt.
Von dort aus bin ich dann mit dem Zug zu meiner Gastfamilie gefahren. Diese wohnt in Lamanon, das ein kleines Dorf in der Nähe von Avignon ist. Zur Schule gegangen bin ich dann in der nächst größeren Stadt, Salon-de-Provence. Das war schon eine Umstellung, da man in Frankreich meistens bis 16:45 Uhr oder bis 17:40 Uhr Unterricht hat. Doch ich hatte zwischendurch immer eine lange Mittagspause und konnte in der Zeit in die Stadt oder in den Park gehen und Zeit mit meinen Freunden verbringen. Meine Gastfamilie und auch die Leute aus meiner Schule waren total nett und meine Gastfamilie hat sehr viel mit mir unternommen. Wir waren zum Beispiel in Avignon und an einem Berg klettern. Sie haben auch versucht, mir ganz viele französische Spezialitäten zu zeigen, auch wenn das gar nicht so einfach war, da ich Vegetarierin bin. Aber sie haben sich sehr viel Mühe gegeben auch vegetarisch zu kochen und ich hab mich sehr gut mit ihnen verstanden und wir werden versuchen, den Kontakt zu halten.
Insgesamt hatte ich eine wunderschöne Zeit in Frankreich und würde so etwas in der Art jederzeit wiedermachen.
(Nele, 11a)
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Ich bin Lieselotte und darf grade 3 Monate in Toulouse verbringen und viele neue Erfahrungen sammeln. Es ist wirklich schön hier, meine Gastfamilie ist total nett und ich erlebe jeden Tag etwas Neues.
Die Schule ist allerdings ganz anders als bei uns: Die Tage sind länger (teilweise bis 18h) und alles ist deutlich strenger.Trotzdem habe ich insgesamt sehr viel Spaß und ich genieße die vielen Unternehmungen wie z.B. eine Montgolfiade anzuschauen oder Paris wie ein echter Pariser kennenzulernen. Vieles ist hier so, wie ich es mir vorstellte: es gibt tatsächlich sehr oft Käse zum Aperitif und Crêpes zum Abendessen. Meine Familie und deren Freunde sind total nett, sodass ich mich an den typischen Wangenkuss schnell gewöhnen konnte.
3 Monate vergingen viel zu schnell, aber es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich in Toulouse (auch genannt die ville rose aufgrund der vielen roser/roten Dächer) sein werde und meine Gastfamilie besuche. Ich kann diesen Austausch jedem empfehlen!
(Lieselotte, 11a)

Ich heiße Anni und seit etwa 6 Wochen bin ich durch das Austauschprogramm „Brigitte-Sauzay“in Südfrankreich, in der Nähe von Arles. Seitdem habe ich schon viel erlebt, viel über Frankreich gelernt und vor allem viel Französisch gesprochen.
In der Schule kann man am einfachsten Französisch lernen, weil man schon manches aus dem Unterricht aus Deutschland kennt. In Mathe zum Beispiel kann man relativ gut mitarbeiten, weil man dort wesentlich weniger Französisch braucht als in anderen Fächern. In Deutsch und Englisch ist es am einfachsten, weil man dort die gleichen Vorraussetzungen hat oder einfach schon die Sprache spricht. Am schwierigsten sind hier definitiv Geschichte und Französisch.
Der größte Unterschied zwischen der deutschen und französischen Schule sind die Zeiten, aber auch das Essen. Außerdem muss man bis zur 12. Klasse analog arbeiten. Hier in Frankreich hat man, wie in Deutschland, ab 8 Uhr Unterricht, der aber normalerweise bis 15:30 Uhr geht, teilweise aber sogar bis 17 Uhr. Dadurch, dass eine Schulstunde 60 Minuten hat, hat man am Vormittag immer 4 Stunden Schule. Anschließend gibt es eine einstündige Mittagspause. Diese dauert aber auch etwas länger, weil alle Schüler in der Cafeteria essen.
Das Essen selbst ist in Frankreich auch anders. Es gibt hier mindestens immer 2-3 Gänge: das heißt zuerst einen Aperitif (Oliven und Chips), eine Vorspeise, dann eine Hauptspeise, Salat und Käse im Anschluss und ein Dessert als Abschluss. Den Aperitif gibt es nur am Wochenende, aber sonst isst man das alles mittags, aber auch abends, so. In der Schule gibt natürlich keinen Aperitif.
Insgesamt gefällt es mir hier sehr gut, und ich freue mich auf die nächsten 6 Wochen. Am Anfang weiß man nicht, wo man landet und auch nicht bei wem, aber so lange man offen und neugierig ist, ist es eine tolle, neue Erfahrung.
(Anni, 10a)


