Post der EnkelObwohl das Projekt "Käthe Kollwitz zu Ehren" seit dem Versenden des Antrages an das Bayerische Kultusministerium nun erst einmal ruht, hat sich in den vergangenen Wochen doch einiges ereignet. Projektleiterin Gabriele Meuer berichtet: Am 28. Juli ist in der Walhalla die Büste von Heinrich Heine aufgestellt worden. Das bedeutet für uns, dass im nächsten Sommer tatsächlich neu gewählt werden könnte. Und wer? - Natürlich unsere Käthe! Auch gab es in den Sommerferien interessante Post: Alle drei Enkel von Käthe Kollwitz haben auf unser Anschreiben geantwortet.
Hier einige Auszüge aus ihren Briefen: Jutta Bohnke-Kollwitz schreibt: Haben Sie Dank für ihren Brief vom 1. Juni mit all den interessanten Beifügungen, die mir ganz großen Eindruck machen! Wie das gelungen ist, eine ganze Klasse von alten und neuen Bundesbürgern, gerade in einer 10. Klasse, die sonst oft so kritisch beurteilt wird, zusammenzuschließen zur Arbeit an einem solchen Projekt, erfüllt mich mit großer Bewunderung (...) Auf mich als Kind und jungen Menschen hat meine Großmutter einen großen Einfluss gehabt (...). Auch deshalb berührt mich das Projekt; das Sie gemeinsam mit ihren Schülern erarbeitet haben, so sehr, weil ich daraus ersehen kann, dass dieser Einfluss noch heute lebendig wirken kann. Sie schreibt aber auch: Und ich bin fest davon überzeugt, dass meine Großmutter sich dort (in derEhrenhalle der Walhalla) nicht hätte sehen wollen. Schon bei der Wahl in die Akademie war sie nicht glücklich, den Professorentitel wollte sie am liebsten ablehnen, diese ganze Art der Ehrungen lag ihr so gar nicht. (...) Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute! Und Erfolg! Sie haben es sich gewünscht und sie haben es sich verdient! Also halte ich den Daumen, dass es auch klappt. Jördis Erdmann schreibt: Man merkt, wie interessiert diese jungen Menschen sich mit dem Thema Käthe Kollwitz beschäftigt haben. Arne Kollwitz schreibt: Ich bin beeindruckt vom Ernst und Engagement, mit dem Ihre 10. Klasse das Projekt initiiert hat und weiter verfolgt. (...) Ich begrüße Ihre Initiative und wünsche Ihnen für ihr Gelingen Erfolg! Nun bleibt nur noch zu wünschen, dass der Bayerische Ministerrat im kommenden Jahr zu einer ähnlich positiven Beurteilung gelangt. Gabriele Meuer (Hannover, 29.08.2010) |