Besuch im Klärwerk HerrenhausenAm Mittwoch, den 26.Juni 2010 besuchten die Biologiekurse von Herrn Haase und Herrn Sinner gemeinsam das Klärwerk Herrenhausen. Elisa Boge berichtet: Es war interessant zu sehen, wie intensiv die Stadt Hannover gegen das von uns im Biologieunterricht bereits durchgenommene „Umkippen" von Gewässern vorgeht. Wenig belastete Gewässer verfügen über Selbstreinigungskräfte, bei denen eine Nahrungskette organische Stoffe biologisch abbaut. Dafür wird in Wasser gelöster Sauerstoff benötigt.
Wird das Wasser jedoch mit Schmutzstoffen so stark belastet, dass die natürliche Zufuhr von Sauerstoff nicht mehr für deren Abbau ausreicht, so entsteht ein Sauerstoffmangel. Die auf Sauerstoff angewiesenen Lebewesen sterben ab, sinken zu Boden und faulen. Es finden Zersetzungsprozesse statt, die das Gewässer zu einer Kloake machen. Aus diesem Grund reinigt der Klärwerksverbund das Abwasser von zirka 750 000 Menschen sowie die Abwassermenge aus Industrie und Gewerbe, durchschnittlich etwa 180 000 Kubikmeter Abwasser täglich. Die Kosten für die Reinigung von einem Kubikmeter Schmutzwasser betragen rund 1,80 Euro. Auch wenn unsere Familien diese Kosten tragen, muss uns bewusst sein, dass das Klärwerk lediglich für die Reinigung von Abwässern und nicht für die Entsorgung von Restmüll zuständig ist, denn alles, was über die Toilette entsorgt wird, muss mit hohem technischen Aufwand vollständig aus dem Abwasser herausgeholt werden. Elisa |