Dennis for PräsidentEin „Verpflichtendes Auslandsjahr für alle Schüler niedersächsischer Gymnasien und Gesamtschulen" forderten Ende vergangener Woche die siebzehn Teilnehmer des Politik-Kurses von Frau Meinen im Niedersächsischen Landtag. 
Im Rahmen der Veranstaltung „Schüler im Parlament" durchliefen die Schüler des 11. Jahrgangs am Donnerstag und Freitag jeweils von 8.30 bis 16 Uhr einen kompletten Gesetzgebungsprozess zum Thema „Auslandsjahr" inklusive aller Fraktions-, Arbeitskreis- und Ausschusssitzungen. Sie besetzten wichtige landespolitische Positionen wie z.B. die des Landtagspräsidenten (Dennis Rother), des Kultusministers (Panagiotis Ignatidis), der Pressesprecher der KKS-Fraktion (Beatrice Koobs, Markus Buddensieck, Friedrich von Schmettow) und der Leiterin des Arbeitskreises für Kultur (Catharina Kuncewicz).
„Die Debatten im Plenarsaal haben am meisten Spaß gemacht, denn hier wurde am leidenschaftlichsten diskutiert und der Nervenkitzel bei der Rede vor dem Plenum war auch nicht schlecht", sagte die Fraktionsvorsitzende der KKS-Fraktion Kim Laura Sander am Ende der Veranstaltung. Kein Wunder, dass die Jungpolitikerin zu diesem Ergebnis kam, schließlich erwiesen sich die KKS-Abgeordneten in den Debatten gegenüber ihren Kontrahenten aus Herschelschule und IGS Roderbruch als souveräne und fachlich kompetente Redner. „Obwohl die Käthe die zahlenmäßig kleinste Fraktion stellte, bestimmten die jungen Abgeordneten von der Podbi von Anfang an die politische Debatte durch sachlich fundierte Argumente und engagiertes Auftreten", meinte nach der Veranstaltung Organisator Frank Surborg von der Landtagsverwaltung anerkennend. Neben dem Durchlauf durch die gesetzgebenden Instanzen des Landtages erfuhren und erlebten die Teilnehmer allerdings noch weitere Details der Landtagsarbeit. So sprachen und diskutierten sie mehrfach mit Abgeordneten aller Parteien und den Geschäftsführern der Fraktionen. Der geplante Abriss des Landtages war genauso Thema wie die Atommülllager Asse und Gorleben oder die Verkürzung des Abiturs auf zwölf Jahre.

Der Pressesprecher des Landtags Dr. Kai Sommer führte die Jugendlichen schließlich noch in die Grundlagen der Pressearbeit im Landtag ein und in einer Aktuellen Stunde verteidigte die KKS-Fraktion gekonnt ihre durchaus kontroverse These, dass die Studiengebühren in Niedersachsen angehoben werden müssten, um eine Qualitätsverbesserung an den Unis zu erreichen. „Zwei anstrengende, aber super interessante und gewinnbringende Tage", resümierte Andreas Zernechel am späten Freitagnachmittag müde und verabschiedete sich mit den anderen Parlamentariern ins verdiente Wochenende. |