Einmal Elsass, Europa und zurückDie 10e verbringt ereignisreiche Tage in Straßburg und Umgebung. In der Woche vor den Osterferien brach die Klasse 10e in Begleitung von Frau Meuer und Herrn Köß bereits am Sonntag zu ihrer fünftägigen Klassenfahrt in die elsässische Hauptstadt auf. Sichtlich gut gelaunt kam die 24-köpfige Delegation am Straßburger Hauptbahnhof an.

Von hier aus erreichte man in 20 Minuten die bewährte Unterkunft, das CIARUS. Nachdem die Zimmer bezogen und die erste Mahlzeit eingenommen war, machte sich die Gruppe noch zu einer ersten Erkundung der Innenstadt auf. Dieser Gang zum Straßburger Münster, auf Französisch Cathédrale de Notre-Dame genannt, sollte nicht der einzige bleiben. Unsere Stadtführerin knüpfte geschickt an das durch Referate vorbereitete Vorwissen der Schüler an und wusste Interessantes, teilweise auch Anekdotenhaftes, über das Münster und die astronomische Uhr zu berichten. So erzählte sie von der Zeit, als die Straßburger sich über die überlangen Predigten ihres Bischofs ärgerten und ihm einen Hund schenkten, der dafür sorgte, dass sein Herrchen zu reden aufhören musste. Diese Gelegenheit nutzten die Straßburger dann, um die Messe zu verlassen und setzten dem Hund später aus Dankbarkeit ein Denkmal in Form einer kleinen Skulptur an der Kanzel, die heute als Glücksbringer gilt, wenn man sie streichelt.

Nach der Stadtführung, die in der Altstadt, der so genannten Petite France, endete, stand eine Rallye auf dem Programm, bei der es fünfzehn Fragen zu beantworten galt. Unter anderem musste der Titel des letzten Asterix und Obelix-Bändchens, L'Anniversaire d'Astérix, gefunden werden.

Auf dem Weg zum Europäischen Parlament blieben vier Teilnehmer auf der Strecke, die dem Tempo der Gruppe nicht standhalten konnten bzw. wollten. Am frühen Dienstagmorgen wurde die Haut-Koenigsbourg bei Orschwiller besichtigt. Hier gelang es der erfahrenen Geschichtslehrerin, Frau Meuer, alles Wissenswerte über mittelalterliche Burgen in einen anschaulichen Vortrag zu verpacken.

Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt ging es anschließend über die Weinstraße in das malerische Städtchen Colmar. Hier stellte sich zur Freude der einen und zum Leidwesen der anderen heraus, dass das renommierte Musée Unterlinden geschlossen war und so der Isenheimer Alter nicht bewundert werden konnte.

Trotzdem - oder gerade deshalb - wurde der ausgearbeitete Stadtrundgang vorbei am Haus Pfister über das Gerberviertel nach Klein-Venedig, la Petite Venise, fortgesetzt.

Am Mittwoch machten wir eine entspannte Bötchentour auf der Ill, dem Fluss, der Straßburg zu einer Insel macht. Nachmittags begab sich die Gruppe per Tram und Bus zum Musée du Chocolat in Geispolsheim, um dort etwas über den Ursprung und die Herstellung von Schokolade zu erfahren und selbstverständlich auch eine kleine Kostprobe mit nach Hause zu nehmen.

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