Auf den Spuren von Käthe KollwitzLeonie berichtet über die Berlinfahrt am 16.09.2009 mit dem WuN-Kurs. Mittwoch morgen, 7.15 Uhr auf dem Hauptbahnhof. Frau Meuer, ihr Werte und Normen-Kurs und unsere ehemalige Sportlehrerin Frau Meyer treffen sich an Gleis 9, um in Berlin die Spuren von Käthe Kollwitz zu verfolgen. Diese Berlinfahrt im Rahmen unseres Unterrichtsprojektes „Käthe Kollwitz zu Ehren" sollte uns der engagierten Künstlerin und Mutter näher bringen.Die erste Hürde stellte schon die Verspätung des Zuges dar, gefolgt vom Ausfall der gewünschten S-Bahn in Berlin. Dies zwang uns, einen Programmpunkt zu streichen, nämlich die Besichtigung des Familiengrabes der Künstlerin in Friedrichsfelde. Also pilgerten wir mit Hilfe von Doppeldeckerbus und U-Bahn bei sonnigem Herbstwetter vorbei an der Museumsinsel über die Schlossbrücke und schauten uns bedeutende Kriegerfiguren an, in denen Kampf und Kriegstod verherrlicht wurden. Anschließend erwartete uns „Die Neue Wache" Unter den Linden. In der Mitte dieses leeren, schmucklosen und so ruhigen Raumes stand die vergrößerte Bronzefigur „Mutter mit totem Sohn" von Käthe Kollwitz. Mit dieser eindrucksvollen Statue soll aller Opfer des Zweiten Weltkrieges und der NS-Zeit gedacht werden. Dabei steht die Mutter stellvertretend für alle Mütter dieser Zeit. Eine Frau, groß und mächtig, die aber trotzdem den Tod ihres Sohnes und die damit verbundene Verzweiflung und Trauer nicht hat aufhalten können. 
Gedankenverloren gingen wir weiter und fuhren nun ins Käthe Kollwitz Museum, wo uns eine Führung durch die Ausstellung erwartete. Nach einem einstündigen Rundgang führte eine kleine Gruppe zusammen mit Frau Meuer ein Gespräch mit Herrn Fritsch, dem Direktor des Museums, den wir um Unterstützung für unser Projekt bitten wollten. Nachdem Michael und Melanie ihm unser Projekt (siehe Projektbeschreibung) vorgestellt hatten, verlief das Gespräch wie von selbst: Herr Fritsch war von unserem Vorhaben begeistert und erklärte sich bereit, uns in jeder Weise tatkräftig zu unterstützen. Ein voller Erfolg also!!! Geschafft, aber erleichtert, gingen wir nach einer Stunde in unsere wohlverdiente Mittagspause, natürlich wahlweise zu Mc Donald's oder Subway am Kurfürstendamm. Wohlgenährt und ausgeruht stand nun der Besuch in der früheren Wohngegend von Käthe Kollwitz an, der Kollwitzstraße am Prenzlauer Berg, wo die Künstlerin mit ihrer Familie 51 Jahre lang gelebt hatte. Wenn auch ihr im Krieg zerstörtes Wohnhaus heute durch einen Neubau ersetzt worden ist, so sieht man doch noch andere Mietshäuser aus ihrer Zeit - den Gründerjahren - und plötzlich fühlte man sich ihr ein kleines Stückchen näher.  Gedenktafel an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses von Käthe und Karl Kollwitz
Allerdings erinnerte nichts mehr an die einstige Armut eines Arbeiterviertels, im Gegenteil: Eltern und viele fröhliche Kinder tobten und spielten überall auf einem riesigen Spielplatz oder in den Eisdielen und am Straßenrand herum. Und mitten drin eine überlebensgroße Steinfigur von Käthe Kollwitz. - Was für ein herrliches Gesamtbild! 
Zum Abschluss fuhren wir zum Brandenburger Tor und warfen einen letzten Blick auf dieses prachtvolle und so berühmte Bauwerk, dann brachte uns die U-Bahn der ganz neuen Linie zurück zum Hauptbahnhof. Um 20.37 Uhr erreichten wir Hannover. Insgesamt, und ich denke, ich spreche da für alle Teilnehmer, war dies eine mehr als gelungene Fahrt. Frau Meuer hatte sie nicht nur perfekt geplant und zeigte uns Käthe Kollwitz´ Lebens- und Wirkungsstätte, auch untereinander haben wir uns besser kennen gelernt und ziehen nun alle an einem Strang. Vielen Dank, Frau Meuer, für diese lehrreiche kleine Reise, ohne Ihr Engagement hätte es so sicher nicht geklappt. Ihr Werte und Normen Kurs Leonie Steiner Neueste Ergebnisse des Projekturses finden Sie hier. |