FAQs zum Musikzweig

Ab dem Schuljahr 2017/2018 gibt es an der Käthe-Kollwitz-Schule eine Musikzweigklasse. Der Musikzweig baut auf dem erfolgreichen Bläserklassenmodell der KKS auf. Er stärkt das Musikprofil der Schule, ohne dass die anderen Fächer darunter leiden.

  • Was ist eigentlich ein Musikzweig?
  • Wann entscheide ich mich für den Musikzweig?
  • Was wird von mir im Musikzweig erwartet?
  • Ist es möglich, später in den Musikzweig zu wechseln?
  • Woher kommen die zusätzlichen Musikstunden?
  • Hat die Wahl des Musikzweiges für die Kinder auch Nachteile?
  • Entstehen den Parallelklassen oder der Schule insgesamt Nachteile durch den Musikzweig?
  • Verändert sich der Status des Faches Musik durch die zusätzlichen Stunden?

In Niedersachsen gibt es bisher 13 Schulen mit Musikzweig. Das Modell der Käthe-Kollwitz-Schule sieht vor, dass eine Klasse, die ehemalige Bläserklasse, ab dem 7. Jahrgang zur Musikzweigklasse wird. Diese hat deutlich mehr Musikstunden. An der Käthe-Kollwitz-Schule ist das Fach Musik im Musikzweig im 7., 8. und 10. Jahrgang vierstündig, im 9. dreistündig.

Mit der Anmeldung für die Bläserklasse trifft man eine Vorentscheidung für den Musikzweig. Da das aber eine weitreichende Entscheidung ist, gibt es zum Ende der 6. Klasse eine Ausstiegsmöglichkeit. Wer zu Beginn des 7. Jahrgangs noch in der ehemaligen Bläserklasse ist, bleibt dann im Regelfall bis zum Ende der 10. Klasse in der Musikzweigklasse.

Von jedem Mitglied der Musikzweigklasse wird erwartet, dass es in den Jahrgängen 7-10 Instrumentalunterricht hat und in einer musikalischen Arbeitsgemeinschaft der Schule mitwirkt. Die Wahl des Instruments ist frei.

Diese Möglichkeit besteht, vor allem natürlich beim Übergang zum Jahrgang 7. Wenn ein ehemaliges Bläserklassenmitglied nicht in den Musikzweig möchte, kann der freiwerdende Platz von Schülerinnen und Schülern der Parallelklassen in Anspruch genommen werden. Da die Musikzweigklasse keine reine Bläserklasse sein muss, ist das auch interessant für Schülerinnen und Schüler, die ein Instrument spielen, das kein Blasinstrument ist. Auch Schülerinnen und Schüler, die eigentlich in die Bläserklasse wollten, aber keinen Platz bekommen haben, können nun in die Musikklasse wechseln.

Die Musikzweigklasse wird nach der alternativen Stundentafel 2 unterrichtet, die u a. mehr Wochenstunden vorsieht (im 5. Jahrgang 30 Stunden [eine Stunde mehr als nach der Stundentafel 1), im 6.-10 Jahrgang 32 Stunden [zwei Stunden mehr]). Anders als an vielen anderen Schulen ist der Musikzweig an der Käthe-Kollwitz-Schule aber kaum mit Kürzungen in verbunden. In der ganzen Zeit vom 6. bis zum 10. Jahrgang fallen nur zwei Wochenstunden in den anderen Fächer weg (eine Stunde Deutsch im Jahrgang 9 und eine Stunde Mathe im Jahrgang 8). Die anderen Klassen werden wie bisher nach der üblichen Stundentafel 1 unterrichtet. Das Nebeneinander von beiden Stundentafeln kommt auch an anderen Schulen vor und stellt erfahrungsgemäß kein Problem dar.

Nach den Erfahrungen, die andere Schulen mit solchen Modellen machen, haben die Schüler keine Nachteile. Sie haben zwar mehr Unterreicht, aber der zusätzliche Unterricht besteht in erster Linie aus musikpraktischen Stunden, sodass die Belastung für die Kinder kaum steigt. Die geringen Kürzungen in den Fächern Mathe und Deutsch sind unproblematisch, da die Lehrpläne so ausgelegt sind, dass sie auch mit dem kürzeren Stundenumfang nach der Stundentafel 2 erfüllt werden können.

Durch den Musikzweig hat niemand einen Nachteil, der selbst nicht im Musikzweig ist, da alle Fächer, die klassenübergreifend unterrichtet werden (z.B. die 2. Fremdsprache, Religion bzw. Werte und Normen), weiter in der gewohnten Art bestehen bleiben.

Durch die zusätzlichen Stunden wird Musik zu einem sogenannten Langfach. Dadurch kann Musik nur mit einem 3- oder 4-stündigen Fach ausgeglichen werden, nicht mehr mit einem 2-stündigen Fach.

Zuletzt bearbeitet am