Pädagogische Konzepte

Klassenlehrerteams in den Jahrgängen 5 und 6
Die Leitung der fünften Klassen besteht jeweils aus einer weiblichen und einer männlichen Lehrkraft, damit die Schülerinnen und Schüler möglichst täglich einen Ansprechpartner haben. So wird den Kindern der Übergang von der Grundschule zum Fachlehrerprinzip des Gymnasiums erleichtert. Alle Lehrkräfte in den Teams sind mit dem Programm von Lions Quest (siehe unten) vertraut und verwenden die Module im Unterricht.

Förder- und Forderunterricht
Schülerinnen und Schüler aus dem 5. Jahrgang erhalten bei Bedarf Studienstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik. Der Unterricht findet zweimal pro Woche statt und wird von Lehrkräften der Schule erteilt. Die von den Lehrkräften ausgewählten Schüler erhalten Förderung und Forderung (Mathematik) in ihren durch die im Fachunterricht ermittelten fachlichen Defiziten. In diesem Flyer erhalten Sie weitere Informationen über das Konzept. Das Fach Latein wird in den Jahrgängen 7-9 mit einer temporären äußeren Differenzierung unterrichtet.

Doppelstundenmodell
Seit dem Schuljahr 2008 wird der Unterricht an der KKS in Doppelstunden, also Einheiten von 90 Minuten, erteilt. Das hat unter anderem für die jüngeren Schülerinnen und Schüler den Vorteil, dass sie nur Material für drei Fächer in die Schule tragen müssen. Zudem sind die Hausaufgaben besser in der Woche verteilt und 90-minütige Einheiten erlauben vielfältige Unterrichtsmethoden. Außerdem ist die Lernatmosphäre im Schulgebäude durch die Umstellung wesentlich ruhiger geworden.

Mentorenprojekt der Schülervertretung
Die Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs haben in jeder Klasse zwei Mentoren aus dem siebten Jahrgang. Sie treffen sich regelmäßig mit den Fünftklässlern, um ihnen Orientierung zu geben und Konflikte zu lösen. Die Mentoren werden am Ende von Klasse 6 ausgebildet.

Lions-Quest in den Jahrgängen 5-8
Das Programm „Erwachsen werden“ aus dem Konzept Lions-Quest  wird seit dem Schuljahr 2012 komplett in den Jahrgängen 5 bis 8 unterrichtet. Dieses Programm zum Sozialen Lernen umfasst die Bausteine: Meine Klasse, Stärkung des Selbstvertrauens, Mit Gefühlen umgehen, Die Beziehungen zu meinen Freunden, Mein Zuhause, Ich entscheide für mich selbst, Ich weiß, was ich will.

Konzept zur Sucht- und Gewaltprävention
Das von der Gesamtkonferenz 2010 verabschiedete Konzept umfasst die Jahrgänge 5 bis 9. Der Schwerpunkt der Arbeit geschieht bereits frühzeitg in den fünften Klassen. Das Konzept basiert auf drei Säulen:

Selbstvertrauen stärken
Jungen- und Mädchenarbeit
Medienerziehung
Vorbeugung von Konflikten wie Ausgrenzung, Mobbing, Gewalt auf Klassen- und Schulebene
Kontinuierliches und vorbeugendes Trainingsprogramm, das im geschützten Raum jungentypische und mädchentypische Probleme behandelt.
Vorbeugung von Konflikten durch destruktiven/ungeübten Einsatz neuer Medien in Schule u. Elternhaus.
Alle Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs
Alle Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs
Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-9, begleitende Lehrer
In der ersten Schulwoche unterrichten die Klassenlehrerteams des 5. Jahrgangs überwiegend in ihrer Klasse und führen die ersten Module von Lions-Quest „Erwachsen werden“ sowie von Lehrkräften ausgearbeitete Übungen zum Sozialen Lernen durch.
Danach werden weitere Module in den wöchentlich stattfindenden Klassenlehrerstunden Klasse 5 durchgeführt, in Jg. 6 im Fachunterricht des Klassenlehrerteams.
Die Jungen einer jeden 5. Klasse werden wöchentlich wechselnd für eine Stunde von Herrn Fauteck geschult. Parallel dazu bearbeiten die Mädchen der Klasse mit der Klassenlehrerin mädchenspezifische Module aus dem Lions-Quest-Programm.
Je nach Jahrgang werden verschiedene Themen (Internet, Computerspiele, Handys) behandelt.

Nähere Informationen zu den Inhalten:

Lions-Quest „Erwachsen werden“
ist ein Jugendförderprogramm für 10 bis 15-jährige Mädchen und Jungen. Im Mittelpunkt des Unterrichts mit „Erwachsen werden“ steht die planvolle Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Diese werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme zu finden. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite von Lion´s Quest.
Jungen- und Mädchenarbeit
Im Mittelpunkt dieses Trainings steht ein spielerischer Zugang zu folgenden Themen: Mit Gefühlen umgehen, Macht und Ohnmacht, Nähe und Distanz, Grenzen, Körper und Kraft, Männlichkeit/Weiblichkeit. Die Mädchen und Jungen setzen die Themen immer in Bezug zu aktuellen Erfahrungen. Eine Trennung nach Geschlechtern ermöglicht offene, geschützte und geschlechtsspezifische Zugangsweisen.
Zitate der Jungen zum Training im ersten Schulhalbjahr: Mir hat gefallen, … „dass wir tolle Spiele gespielt haben“, „das Begrüßungsspiel im Musikraum, einfach alles“, „dass wir über Jungssachen reden konnten“, „dass wir allein unter uns sind und sagen können, was wir unter Mädchen nicht sagen können“, „dass wir bisher immer so offen miteinander waren“, „dass wir über Probleme gesprochen haben und die Streite auch geklärt haben“.
Medienerziehung
als Teil des Präventionskonzeptes wird an unserer Schule von externen Anbietern durchgeführt. Zurzeit werden von Praemandatum Seminare für Schülerinnen und Schüler über den Umgang mit sozialen Netzwerken, Smartphones und Datenschutz durchgeführt. Herr Gensch bietet monatlich einen Workshop Medienkompetenz für Eltern an.

Mobbing-Interventions-Team (MIT)
Seit 2012 gibt es ein Team von Lehrkräften an unserer Schule, die in dem Bereich „Mobbing-Prävention-Intervention“ speziell geschult worden sind. Das Team besteht aus zwei weiblichen und zwei männlichen Lehrkräften. Das MIT ist eine Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrkräfte. Es hilft frühzeitig in Mobbing-Situationen durch Unterstützung und Beratung. Außerdem führt das Team in Lerngruppen präventives Sozialtraining durch.

Schule und Neue Medien
Viele technologische Neuerungen und Anschaffungen in der Käthe-Kollwitz-Schule fördern das Lernen und die Kommunikation in der Schule:

  • Ein Digitaler Vertretungsplan, der über die Homepage, über Apps und auf dem Digitalen Schwarzen Brett abrufbar und einsehbar ist.
  • Ab dem 8. Jahrgang werden Tablets im Unterricht eingesetzt.
  • Interaktive elektronische Tafeln, die vom Computer aus, zusammen mit den Tablets oder konventionell betrieben werden können, gehören zur Standardeinrichtung aller Unterrichtsräume.

 

Methodenkonzept
Die Förderung des selbstständigen Lernens und Arbeitens der Schülerinnen und Schüler ist das Ziel, das die Käthe-Kollwitz-Schule mit ihrem Methodenkonzept erreichen will. Insbesondere sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, zunehmend eigenständig Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu präsentieren.

Weiterhin ist durch den Erlass („Die Arbeit in den Jahrgängen 5-10 des Gymnasiums“) der Erwerb fächerübergreifender methodischer Kompetenzen als Ziel formuliert und in den Kerncurricula der einzelnen Fächer werden zahlreiche methodische Kompetenzen vorgegeben, die vielfach auch für benachbarte oder für alle Fächer nutzbar sind. Der hier verwendete Methodenbegriff bezieht sich zum einen auf fächerübergreifende,  fachspezifischen Methoden und umfasst auch den Bereich der Lern- und Arbeitstechniken. Diese setzen sich zusammen aus Fertigkeiten zur Organisation des eigenen Lernprozesses („Individuelle Lernvorgänge planen und organisieren“), Recherche- und Lesekompetenzen („Informationen beschaffen und bewerten“), Fertigkeiten der Dokumentation („Dokumentation und Präsentation von Arbeitsergebnissen“) sowie Team- und Kommunikationskompetenzen (soziales Lernen).

Das Methodenkonzept der Käthe-Kollwitz-Schule besteht aus drei Bausteinen:

1. Baustein: Methoden, die in mehreren Fächern Anwendung finden („Gewusst wie“):
Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern ein Repertoire von grundlegenden Methoden zu vermitteln, das sie fächerübergreifend anwenden können. Hierzu hat die Methodengruppe für die Jahrgänge 5-10 „Leitfächer“ bestimmt, die die Einführung und ersten Übungssequenzen verantwortlich übernehmen und die Kompetenzen in fachlichen Zusammenhängen erarbeiten. Eine Auflistung der einzuführenden Methoden ist hier zu finden. In der Oberstufe wird die Arbeit vor allem durch das Seminarfach fortgeführt. Unterstützend wurden Methodenblätter „Gewusst wie“ erarbeitet, die den Schülerinnen und Schülern von den jeweiligen Lehrern ausgehändigt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese Blätter in einem eigenen „Methodenordner“ über ihre Schulzeit hinweg sammeln. So können sie immer wieder nachschlagen, wenn die einzelne Methode Anwendung findet. „Verlorengegangene Blätter“ können aus den Methodenordnern ergänzt werden, die in der Außenstelle in der Bibliothek und in der Hauptstelle bei Herrn Kaiser zu finden sind.

2. Baustein: Fachspezifische Methoden
Fachmethoden, die nur in einem Fach Anwendung finden, werden gemäß der Fachcurricula von den Fachkollegen in Absprache mit der jeweiligen Fachkonferenz vermittelt. Sukzessive sollen beispielhafte Unterrichtssequenzen in Fachordnern gesammelt werden. Mit dem Schuljahr 2017/2018 müssen diese an die Arbeit mit den iPads angepasst werden.

3. Baustein: Übungen zu Lern- und Arbeitstechniken im laufenden Schuljahr
Im Klassenverband werden in den Jahrgängen 5-10 unter Leitung des Klassenlehrerteams Recherche-, Lese- und Präsentationsfertigkeiten eingeübt (z.B. Mappenführung, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Lesetechniken etc.) sowie die Team- und die Kommunikationskompetenz gefördert. Übungsmaterialien für die Arbeit sollen sukzessive ausgearbeitet werden und als Materialsammlung für die Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Schuljahr 2017/2018 muss dieses Konzept an die Arbeit mit den iPads angepasst werden.