Käthe soll in die Walhalla

Interviewtermin bei neugierigen Schülern

Eigentlich,  so gestand ein Schüler der 6. Klasse, interessiere er sich ja „eher für Fantasy und Krimis“ als für berühmte Leute und Geschichten von früher. Aber als die engagierte pensionierte KKS-Lehrerin Gabriele Meuer vom Verein „Käthe Kollwitz zu Ehren“ seine Journalismus-AG besuchte, um ihr Projekt „Käthe goes Walhalla“ vorzustellen, war er schließlich doch begeistert und wollte mehr erfahren über die Frau, deren Namen seine Schule trägt.

Beim Interviewtermin bestürmten die Schüler Frau Meuer mit vielen, genau genommen 39 wohl überlegten (journalistischen, „offenen“ W-)Fragen:  Wer war Käthe Kollwitz? Warum ist unsere Schule nach ihr benannt und was bedeutet eigentlich „zu Ehren“? Wie und warum soll Käthe in eine Walhalla und was ist das überhaupt?  Woraus besteht eine Büste und wie teuer ist eine solche? …

Die AG-Schüler notierten sich eifrig die für sie wichtigsten Informationen und zeigten sich sehr bewegt von der Biografie der deutschen Künstlerin, die als eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts als Grafikerin, Malerin und Bildhauerin wirkte, sich mit ihren Werken wie dem Plakat „Nie wieder Krieg“ stets für den Frieden einsetzte und einen langen historischen Zeitraum  mit Kaiserzeit, Weimarer Republik und zwei Weltkriegen durchlebte.

Dass auch Käthe Kollwitz in die bayrische Gedenkstätte Walhalla gehört, in der schon Marmorbüsten vieler anderer bedeutender Persönlichkeiten aufgestellt sind, war den Schülern letztlich „völlig klar“. Damit eine Skulptur bezahlt werden kann und „unsere Käthe“ – wie geplant – im Frühjahr 2019 „in die Walhalla kommt“, ist jede Spende willkommen. Eine AG-Schülerin drückte es so aus: „Es wäre toll, wenn jeder einen Euro spenden würde. Dann schaffen wir das zusammen!“

H.N.

Alle Informationen zum Projekt sind hier zu finden.