„Käthe goes Walhalla“

Zweiter Werkstattbesuch am 25. Juni 2018

Ein weiterer Schritt ist getan. Heute besuchten wir ein zweites Mal Uwe Spiekermann, der die Büste von Käthe Kollwitz für die Walhalla modelliert. Das Erste, was man sieht, wenn man seinen Arbeitsort betritt, ist Käthe. Überall hängen ihre Selbstportraits und Fotos an den Wänden, liegen Bücher zu ihrer Lebensgeschichte auf Arbeitstischen und in Regalen. Doch das Wichtigste und Interessanteste: Zwei Arbeitsmodelle aus Plastilin – Vorstudien der Büste – zeigen, wie sie später einmal aussehen könnte. Herr Spiekermann will sich jetzt noch nicht festlegen, wie das endgültige Modell aussehen wird und probiert zuerst einmal aus, in welchem Alter er Käthe Kollwitz darstellen möchte und wie er die charakteristischen Partien ihres Gesichts herausarbeiten kann. Ein beachtenswertes Detail ist, wie er uns erzählt hat, ein hängendes Augenlid. Außerdem sei ihm aufgefallen, dass eines der Augen minimal tiefer liegt als das andere.
Mit diesen beiden Büsten fängt er die gestalterischen Arbeit aber gerade erst an, wie er sagt, denn dadurch gewinnt er einen besonderen Bezug zu Käthe und zu ihrer Anatomie und möchte auf diesem Weg noch viel weiter gehen.
Heute haben aber nicht nur wir Herrn Spiekermann in seiner Werkstatt besucht, sondern auch Frau Bismarkt, eine Reporterin der HAZ. Sie hat ihm und Frau Meuer, der Leiterin des Projektes, aufmerksam zugehört und sich einiges über ihre und unsere Schilderungen notiert. Wir hoffen, dass wir das in den Lokalteilen Langenhagen und Oststadt der HAZ bald nachlesen können.
Die Dokumentationsgruppe, bestehend aus Schülern der Klasse 10 E, hat nun auch mit den Dreharbeiten eines Filmes über das Projekt begonnen, der dann auf der Homepage der KKS aufgerufen werden kann. Mit großer Aufmerksamkeit und beeindruckender Sachkenntnis filmt Joshua Hornemann die Werkstatt des Künstlers mit den an den Wänden hängenden Fotos und Selbstportraits, die vorläufigen Modelle der Büste, sein Werkzeug und natürlich den Künstler selber, wenn er an einem der Köpfe arbeitet, der vor ihm auf einem drehbaren Podest steht.
Nach diesem zweiten aufschlussreichen Besuch können wir uns ein noch besseres Bild von der Arbeitsweise des Bildhauers und dem Entstehungsprozess der Büste machen. Bei unserem nächsten Besuch, der voraussichtlich Mitte Juli stattfinden soll, hoffen wir, dass Herr Spiekermann bereits eine ganz genaue Vorstellung davon hat, wie er den Kopf von Käthe Kollwitz gestalten möchte und vielleicht schon mit dem Gipsmodell in der Originalgröße der Büste von ca. 75 cm begonnen hat.

Nina Schmitt, Klasse 10 E