Projekt Pimp your town in Rouen

Ein Erfahrungsbericht von Alexandra Moreno Haack

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1. Tag, lange Busfahrt und Ankunft in Rouen:

Nach 11 Stunden langer, aber lustiger Busfahrt sind wir endlich am Lycée Flaubert auf unsere Austauschpartner getroffen. Wir haben entweder bei der Gastfamilie oder im Internat übernachtet; für uns deutsche Schüler, eine interessante Erfahrung, ein bisschen wie Landschulheim.

2. Tag, Projektarbeit in der Schule:

Um 8 Uhr war Treffen in der Schule. Nach einer kurzen Aufwärm- und Einführungsphase (Was ist der Verein Politik zum Anfassen? Worum geht es bei dem Projekt? Wie bereiten wir die Ratssitzung mit den Oberbürgermeistern von Rouen und Hannover am Samstag vor?) haben wir uns in Fraktionen aufgeteilt und unsere Aufgaben erledigt (Spiele zur Kommunalpolitik, Ideen für Anträge, diese ausformulieren und abtippen, etc.) Nach einem Mittagessen in der Kantine hatten wir Freizeit, die die meisten genutzt haben, um sich die Innenstadt von Rouen anzugucken.

3. Tag, Feiertag in Frankreich (Waffenstillstand des I. Weltkrieges):

Diesen Tag konnten wir mit den Gastfamilien verbringen. In Rouen war Kirmes, einige haben sich im Asisi-Panometer die Ausstellung von Rouen im Mittelalter zurzeit von Jeanne D´Arc angesehen. Eine größere deutsch-französische Schülergruppe hat sich zum Bowling getroffen. Einige sind sogar nach Paris gefahren, das mit dem Zug nur eine Stunde von Rouen entfernt ist.

4. Tag, Planspiel im Rathaus von Rouen, Einweihung des Hannover-Platzes:

Um 8:45 haben wir uns vor dem Rathaus getroffen. Im Rathaus haben dann alle in ihren Fraktionen die vorliegenden Anträge der Tagesordnung besprochen. Unter Anleitung der französischen Ratsmitglieder- unsere extra aus Hannover für die Feierlichkeiten angereisten Ratsmitglieder hatten zu dieser Zeit leider eine Stadtführung- haben wir nach Argumenten für oder gegen die Anträge gesucht, um uns in der Abstimmungsphase positionieren zu können: Ja / Nein / Enthaltung. Es gab immer einen Berichterstatter, dann eine freie Aussprache und schließlich die Abstimmung über den Antrag. Die fiktive Sitzung unseres Planspiels hat der Oberbürgermeister von Rouen, M. Robert, geleitet. Herr Schostock war ein seiner Funktion als Oberbürgermeister von Hannover ebenfalls anwesend. Um 12:30 Uhr hat dann die offizielle Feier zur 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Rouen und Hannover stattgefunden. Da noch nicht alle Anträge der Tagesordnung besprochen worden waren, haben wir im Anschluss an die offiziellen Feierlichkeiten ohne die Bürgermeister die Ratssitzung zu Ende geführt. Nach diesem ereignisreichen Vormittag durften wir auf Kosten der Stadt Rouen Essen gehen. Gestärkt konnten wir anschließend, leider bei Regen, an einer Stadtrundführung teilnehmen. Für einige gab es allerdings zu viele Informationen, aber Rouen hat sehr schöne alte und bunte Fachwerkhäuser zu bieten, so dass man die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten auch einfach auf sich wirken lassen kann. Um 16 Uhr erfolgte, wieder im Beisein der beiden Oberbürgermeister, die ähnliche Reden zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Rouen-Hannover hielten wie am Vormittag im Rathaus, die Eröffnung des Hannover- Platzes. Nach den vielen Reden und Grußworten haben sich alle über die Tanzeinlage einer deutsch-französischen HipHop-Gruppe gefreut.

5. Tag: Rückfahrt nach und Ankunft in Hannover

Um 9 Uhr sind wir in Rouen gestartet, Tränen zum Abschied gab es nicht, da uns die Franzosen zum 2. Teil des Projektes im März in Hannover besuchen werden.

 

Mein persönliches Fazit:

Mir persönlich hat die Arbeit in den Fraktionen viel Spaß gemacht. Mit meiner Austauschpartnerin habe ich mich leider nicht so gut verstanden. Sie wollte sich auch nicht mit den anderen zum Bowling treffen, aber in der Familie haben wir Monopoly gespielt, das war ganz okay. Samstag war der beste Tag! Es hat total Spaß gemacht, im Rathaus zu debattieren, und das sogar auf Französisch! Das war für einige eine Überwindung, aber wir haben uns alle beteiligt. Es war eine tolle Erfahrung, in die Kommunalpolitik hineinzuschnuppern. Toll war auch, bei der Eröffnung des Hannover -Platzes dabei gewesen zu sein.

Im Namen aller Teilnehmer/innen möchten wir an dieser Stelle dem Verein Politik zum Anfassen für die Chance danken, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften! Magazin und Film, die das Projekt in Rouen dokumentieren, sollen auf einer Jahrgangsversammlung vorgestellt werden. Des Weiteren danken wir dem Förderverein unserer Schule für seine finanzielle Unterstützung und den Franzosen für ihre Gastfreundschaft!

Wir freuen uns nun auf den Gegenbesuch der Gastschüler aus Rouen in der Zeit vom 26.-30.3.2017. Hoffentlich wird das am 29.3. stattfindende Planspiel im Neuen Rathaus in Hannover wieder ein Erfolg.

 

Alexandra Moreno Haack / Lm