…woher unser Essen kommt

Exkursion zum Lehr- und Forschungsgut Ruthe

Veröffentlicht am

Am 25. Oktober 2016 haben wir, der Erdkundekurs des 11. Jahrgangs von Frau Thiemann, uns mit der Straßenbahn auf den Weg zum Lehr- und Forschungsgut Ruthe bei Sarstedt gemacht.

Dort angekommen, wurden wir freundlich von Herrn Dr. Sürie (Leiter des Forschungsgutes) empfangen, der uns einen Vortrag über das Institut selber, artgerechte Tierhaltung, Gentechnik und Nachhaltigkeit gehalten hat. Auf dem anschließenden Rundgang konnten wir zunächst die Scheune mit den Milchkühen besichtigen, die auf einem Vollspaltenboden untergebracht sind. Direkt daneben befindet sich ein Melkroboter, der während des Melkvorgangs alle wichtigen Daten jeder Kuh erfasst und bei Problemen sofort ein Signal aussendet. Danach haben wir uns die ebenfalls konventionelle Schweinehaltung angesehen und zum Schluss wurde uns die Bodenhaltung von Masthühnern vor Augen geführt.

Auf dem Hof befinden sich insgesamt 3640 Legehennen, 16400 Masthühner und 3000 Puten.

In Deutschland werden jährlich mehrere Millionen Küken sofort nach dem Schlüpfen getötet, indem sie vergast und geschreddert werden. Der Grund dafür ist, dass es in der Legehennenzucht für männliche Küken keine Verwendung gibt, weil sie keine Eier legen und sich nicht zur Mast eignen, da sie selbst bei hohem Futtereinsatz und längerer Haltungsdauer nur wenig Fleisch ansetzen. Für die Industrie sind sie also wertlos.

Das Forschungsgut Ruthe führt derzeit ein Projekt mit dem sogenannten Zweinutzungshuhn durch, welches die Lösung für das Problem sein könnte. Dabei werden die Hähne nicht direkt getötet, sondern  zur Fleischproduktion aufgezogen und dann vermarktet. In bestimmten Abständen kann man sie dann zum Beispiel in der Mensa der Uni Hannover probieren. Zudem haben wir erfahren, dass in Zukunft auf das Kürzen der Schnäbel bei Hennen verzichtet werden soll.

Aus der Exkursion haben wir mitgenommen, dass die Verbraucher einen großen Einfluss auf die Produktionsabläufe und –umstände in der Landwirtschaft haben und wir deshalb in Zukunft unser Essverhalten besser hinterfragen und die Tier- und Pflanzenwelt zu schätzen wissen sollten. Der Vortrag hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen und wir können das Forschungsgut allen Interessierten nur weiterempfehlen.

Paulina und Elena, Jg. 11