Erdbebenhilfe für Ecuador: Danke!

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Liebe Un­ter­stüt­ze­rinnen und Unterstützer,

innerhalb der ersten zwei Wochen sind bereits rund 12.000 Euro auf dem Treuhandkonto bei der Hannoverschen Volksbank eingegangen! Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und dem Vertrauen, das ihr in unser Handeln setzt. Eure aufmunternden Worte geben uns Kraft und eure gleichermaßen großzügigen wie zahlreichen Spenden machen uns handlungsfähig. Vielen herzlichen Dank!

Wir sind zurück aus den notdürftigen Hilfslagern in der nördlichen Küstenprovinz Esmeraldas und konnten in Absprache mit Lucía Sosa, Präfektin der Region, über 100 Familien mit  Notfall-Kits (Verpflegung, Babynahrung und Hygieneartikel) versorgen. Außerdem konnten wir insgesamt 7.000 Liter Wasser bereitstellen, teils in 4-Liter-Kanistern und teils in kleineren Trinkflaschen. Auf unserer freizugänglichen Facebook-Seite (ECUAEMERGENCYAID2016) informieren wir regelmäßig über die einzelnen Schritte und stellen Fotos online.

Die Lage ist nach wie vor dramatisch. Über 900 Nachbeben haben die Region bislang erschüttert. Immer noch verhindern Erdrutsche den Transport von Hilfsgütern aus den Anden an die Küste. Viele Familien haben zwar mittlerweile eine Zeltdach über dem Kopf, müssen aber nach wie vor auf Plastikfolien schlafen. Es mangelt neben einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung an Matratzen und Bettzeug. Paradoxer und zugleich tragischer Weise gibt es in Ecuador kaum tropentaugliche Moskitonetze zu kaufen. Doch Mückenschutzmittel und Netze aus Deutschland werden wir in großem Maße kaum durch den Zoll kriegen. Wir haben daher einen Testlauf gestartet und warten gespannt, ob sie bei uns ankommen werden.

Unterdessen haben Industrieküchen einige der am stärksten betroffenen Küstenorte erreicht, es mangelt jedoch an der Versorgung mit Gas. Unsere Hilfslieferungen umfassen daher auch Gastanks. In einem nächsten Schritt müssen wir Materialien zum Aufbau weiterer Notfallcamps besorgen. Es bedarf dringend weiterer Lieferungen von Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Zudem fehlen Schulmaterialien für die Kinder in den Lagern, die ab kommender Woche wieder in die Schule gehen sollen.

Mittlerweile wissen wir, dass der Staat keinerlei Rücklagen für Krisenfälle wie diesen gebildet hat. Eine Information, die kürzlich vom Vorsitzenden der ecuadorianischen Handelskammer Patricio Alarcón in einem spanisch sprachigen CNN-Interview bestätigt wurde.

Augenzeugenberichten zufolge kommen viele Hilfsgüter nicht an. Deshalb mussten wir von unserem ursprünglichen Plan, die Einkäufe in der Hauptstadt Quito vorzunehmen, abrücken. Wir haben uns dazu entschieden, die Hilfspakete eigenhändig zu verteilen. Dementsprechend nehmen wir die Einkäufe in den Großlagern und Supermärkten an der Küste vor, die nach wie vor bzw. jetzt wieder funktionieren.

Hinsichtlich der Spendenbescheinigungen hat sich Folgendes ergeben: Sofern die Finanzverwaltung, wie üblich in akuten Krisenfällen, auch im Hinblick auf das Erdbeben in Ecuador einen Erlass veröffentlicht, der private Initiativen als Spendenempfänger anerkennt, wird es uns möglich sein, Spendenquittungen mit steuermindernder Wirkung auszustellen. Für Spenden bis 100,- Euro reicht dann ein Einzahlungsbeleg für das Finanzamt. Wir hoffen, dass in Bezug auf die Krisenhilfe in Ecuador gleichermaßen vorgegangen wird, wie dies z.B. im Falle von Nepal geschehen ist. Sobald wir mehr wissen, werden wir uns wieder melden.

 

Wir freuen uns, wenn ihr weiterhin über eure Netzwerke auf unsere Spendenaktion aufmerksam macht und danken euch von ganzem Herzen!

 

Greta-Marie Becker

und das Emergency AID Ecuador – Team

 

Spendenkonto: 

Reinhard Becker 

Stichwort Erdbebenhilfe Ecuador 

Volksbank Hannover

IBAN: DE 54 2519 0001 0113 628 302

BIC: VOHADE2H